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Thema: Die deutsche ARSI Minengesellschaft mbH: Die Ausbeutung Kosovas schreitet voran
ARSI Minengesellschaft

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Hits: 895
12.11.2011 14:30 Forum: Economy - Wirtschaft


Hallo Zogaj Leku,

wir sind nicht im Kosovo, um Politik zu machen oder andere zu belehren, sondern um unternehmerisch tätig zu sein. Trotzdem ein paar Gedanken:

Unsere "angeblichen Lizenzen" haben wir ja seit Monaten als Scan auf unserer Webseite. Da kann jeder nachlesen, welche Institution sie wann ausgestellt und welche Person namens dieser Institution die Dokumente unterschrieben hat. Die unabhängige Kommission für Bergbau und Mineralien veröffentlicht auf ihrer Webseite zudem alle ausgegebenen Lizenzen. Diese Liste enthält aber derzeit nur Lizenzen bis zum Ausgabejahr 2008. Wer mehr wissen will, kann sich da einfach mal hinbewegen und erkundigen. Das wäre produktiver, als hier unterschwellig Betrug zu unterstellen. Auf Basis von unbewiesenen Unterstellungen haben wir auch keine Lust mit irgend jemandem zu reden.

Das betrifft auch Max Brym, der in Kosova aktuell den Eindruck erweckt, dass die Privatisierungsagentur des Kosovo irgend etwas mit unseren Aktivitäten zu tun haben könnte. Vermutete Rohstoffvorkommen kann man aber nicht privatisieren. Sie sind kein Unternehmen, keine greifbare "Substanz". Man muss sie erkunden. Deshalb ist für Lizenzen natürlich auch die Unabhängige Kommisssion zuständig und nicht die Privatisierungsagentur.

Max Brym, dessen Kosova aktuell am 07.11.2011 unsere Tagebaueröffnung unter der Überschrift "Die Aubeutung Kosovas schreitet voran" kommentierte, haben wir übrigens per Mail am 10. November zur Eröffnungsveranstaltung eingeladen, damit er die Gelegenheit hat, auch mit unseren Arbeitern, Angestellten oder dem Bürgermeister der Kommune zu reden, in deren Gebiet unsere Aktivitäten stattfinden. Bis jetzt hat Max Brym nicht geantwortet.

Noch ein paar Gedanken zum Risiko: Unternehmen sind nirgendwo frei von Risiken, ob das nun mögliche unternehmerische Fehlentscheidungen, den Wettbewerb oder administrative Einflussnahmen betrifft. Airbus zum Beispiel hat im letzten Jahr eine Ausschreibung über Tankflugzeuge für die US-Army verloren, obwohl man klar das bessere Flugzeug hatte. Die Amerikaner haben einfach die Ausschreibung so gestaltet, dass nur Boeing gewinnen konnte. Das waren die USA und nicht Kamerun. Sollte Airbus jetzt aufhören, Flugzeuge zu produzieren oder nicht mehr in den USA anbieten?

Für unsere Tätigkeit im Kosovo sehen wir mehr Chancen als Risiken. Das Recht ist dem deutschen Recht sehr ähnlich, wenn auch die Durchsetzung vielfach schwieriger. Viel wichtiger erscheint uns aber, dass alle Beteiligten letztlich Vorteile von dem Projekt haben. Wir wollen Geld verdienen. Wir können das nur, wenn wir unsere Beschäftigten anständig entlohnen. Wenn diese einen ordentlichen Lohn bekommen (und viele sind ja heute noch in der Arbeitsloigkeit) können sie ihre Familien besser ernähren und mehr konsumieren. Das ist gut für die Menschen und ihr Selbstbewusstsein. Gleichzeitig wachsen die Einnahmen für die Gemeinde, die uns übrigens auch nur unterstützt, solange wir schonend mit der umgebenden Landschaft umgehen. Die Gemeinde braucht Steuereinnahmen für ihre Investitionsprojekte, z.B. eine Wasserversorgung und Abwasserentsorgung einschließlich Kläranlage auf akzeptablem Niveau. Wenn man die Sache richtig anpackt, haben also alle etwas davon. Wer sollte da stören wollen? Es gibt immer Unwägbarkeiten. Aber wir sind durchaus zuversichtlich.

Und natürlich gehen wir gerade den ersten Schritt. Später müssen Investitionen in den Untertagebau erfolgen, dann die Wertschöpfung erhöht werden mit einem eigenen Konzentrierungswerk. Dazu braucht es Investionen auch in die Infrastruktur, die zum Teil auch erst geschaffen werden muss. Aber über die Zukunft wollten wir ja noch nicht reden, sondern jetzt konkret beginnen.
?Der Beginn ist der wichtigste Teil der Arbeit? (Platon)

Gruß an alle hier im Forum

Reinhard Lange

ARSI Minengesellschaft mbH

PS:
Solchen Leuten wie Cro-Cop, der sagt: "Fakt ist, das sich alle bekannten und erfahrenen Firmen, wie Preussag, OMV, Wintershall, Firmen aus Kroatien, Slowenien, Australien aus dem Geschäft zurückgezogen hat und alle jetzigen Firmen auch rund um das Öl, reine Geldwäsche Firmen sind, deren Hintergrund Null ist", sollte man mal die Frage stellen, ob sie Albaner grundsätzlich für unfähig halten, selbständig, korrekt und erfolgreich zu arbeiten? Auf jeden Fall tragen solche veröffentlichten Meinungen wie die von Cro-Cop dazu bei, Ausländer von Investitionen im Kosovo abzuschrecken. Wer ständig so was liest, der muss ja denken, Albaner sind so wie die mongolischen Horden - nur gefährlicher. Wenn ich aber in Albanien oder im Kosovo bin, treffe ich dort regelmäßig interessierte, kluge (manchmal auch naive) Menschen, Menschen, die arbeiten wollen, aber auf jeden Fall Menschen, die eine Chance verdient haben. Nur zu sagen: "He, da ist doch alles Scheiße" ist zu billig. Und es ist auch nicht die Wahrheit.
Thema: Die deutsche ARSI Minengesellschaft mbH: Die Ausbeutung Kosovas schreitet voran
ARSI Minengesellschaft

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RE: Die deutsche ARSI Minengesellschaft mbH: Die Ausbeutung Kosovas schreitet voran 11.11.2011 20:38 Forum: Economy - Wirtschaft


Jaja, immer die Ausbeuter, wahrscheinlich mit Mafiaverbindungen, dubios und höchstwahrscheinlich kriminell ...

Zogaj Leku schreibt: "Nicht einmal auf der Website, ist ersichtlich, wann, wo, wie man diese Lizenz erhalten hat, und durch welche Personen, oder die juristische Darlegung der Lizenz, was entscheinend ist." Für die, die lesen können, bitte mal auf unsere Webseite schauen, am besten im Untermenü "Lizenzen". Hier kann man das seit Monaten nachlesen.

Mal ein paar Fakten über unser Unternehmen:

1.
Wir sind ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Berlin. Aber wie man auch unserer Webseite entnehmen kann, haben wir albanische und deutsche Gesellschafter. Die Albaner sind sogar in der Mehrheit. Es wäre also nicht falsch, uns auch als deutsch-albanisches oder albanisches Unternehmen zu bezeichnen.

2.
Praktisch läuft ein Bergbauprojekt (auch in unserem Falle) so ab: Man erwirbt vom Staat Erkundungslizenzen für ein Gebiet, in dem man wirtschaftlich verwertbare Rohstoffe vermutet. Diese Lizenzen sind zeitlich befristet und berechtigen und verpflichten zur Erkundung eines Gebietes. Erkundung bedeutet in erster Linie Bohrungen und Analysen. Danach ist man erheblich ärmer und weiß aber auch erst dann, ob sich der ganze Aufwand gelohnt hat. Und bleibt man nicht im von der Bergbaubehörde gestzten Zeitrahmen, verliert man die Lizenzen wieder. War man aber schnell genug UND hat abbauwürdige Vorkommen gefunden, muss man jetzt die Projekte ausarbeiten wie Abbauplan, Umweltplan, diese genehmigen lassen und kann dann die Abbaugenehmigung beantragen.

3.
Für unsere Lizenzgebiete gab es zwar die Vermutung von Chromerzvorkommen, aber keine belastbaren Zahlen oder vorgefundenen Erkundungsergebnisse aus früheren Zeiten. Zwar fanden wir im Gelände teilweise jahrzehntealte kurze Erkundungsstollen und verstreute alte Bohrkerne, jedoch keine Ergebnisse in den uns verfügbaren Archiven. Wir mussten also tatsächlich selbst erkunden. Sehr geholfen hat uns dabei das Fachwissen von Ingenieuren und Wissenschaftlern aus dem Kosovo und aus Albanien. Prof. Alaudin Kodra ist mit seinen über 70 Jahren tatsächlich die Lizenzgebiete zu Fuß abgelaufen. Der erfahrene Geologe und Mineraloge sieht dann das, was wir nicht sehen und kann genau sagen, wo und wie gebohrt werden muss.

4.
Natürlich wollen wir Geld verdienen. Das ist der Sinn der ganzen Geschichte. Aber zunächst einmal mussten wir unsere eigenen Vermögen einsetzen und noch Geld von Dritten einwerben, überwiegend Privatpersonen aus Deutschland. Jeder Cent davon ist bisher in Löhne und Gehälter unserer Arbeiter, Ingenieure und Wissenschaftler aus dem Kosovo und aus Albanien geflossen sowie in die Bezahlung lokaler Firmen (Bohrungen) und von staatlichen Gebühren.

5.
Mit dem aktuellen Beginn der Abbauarbeiten sind wir wirtschaftlich "über den Berg". Dabei ist es ein großer Glücksfall, dass die Erzqualität so hoch ist und wir die ersten 6-7 Jahre überwiegend im Tagebau abbauen können. Der Untertagebau erfordert sehr hohe Investitionen. Das Geld dafür müssen wir erst verdienen und Investoren müssen erst Vertrauen gewinnen. (Das Abfackeln von Grenzstationen ist für Investoren eher ein Fluchtsignal, auch wenn wir natürlich wissen, dass Investitionen im Kosovo - und in unseren Gebieten sowieso - grundsätzlich sicher sind). Wir wollen deshalb solide wachsen, keine unnötigen Risiken eingehen, und das Erreichte nicht durch zu schnelle Expansion aufs Spiel setzen, zumal man in den aktuellen Finanzkrisenzeiten mit den Unwägbarkeiten der künftigen Weltwirtschafts- und Rohstoffpreisentwicklung sowieso sehr vorsichtig agieren muss.

6.
Für die Zukunft kann man natürlich alles versprechen. Das kann heute niemand überprüfen. Deshalb versprechen wir gar nichts. Aber eines ist klar: Für die Arbeit brauchen wir fähige und motivierte Arbeiter, Ingenieure und Wissenschaftler. Und die bekommt man nur, wenn man sie auch entsprechend bezahlt und behandelt. Wir möchten noch einige Jahrzehnte vor Ort arbeiten mit zufriedenen Mitarbeitern, ohne Stress und mit einem zufriedenen Umfeld.

Last but not least:
Nach den Auskünften der Bergbaubehörde des Kosovo sind wir das erste Unternehmen, das in den letzten mehr als 20 Jahren auf dem Gebiet des Kosovo neue Mineralerzlagerstätten erkundet und eine Abbaugenehmigung erwirkt hat. (Wenn alles einfach wäre - wo sind dann die anderen?)
Und nach den Unterlagen der Bundesanstalt für Gewissenschaften und Rohstoffe in Hannover sind wir nach dem weitgehenden Rückzug Deutschlands aus dem internationalen Bergbau nun überhaupt erst das fünfte deutsche Unternehmen, das irgendwo auf der Welt Metallrohstoffe abbaut.

Beste Grüße an alle hier im Forum

Reinhard Lange

ARSI Minengesellschaft mbH

PS:
Wenn irgendwo jemand ein Bergbauunternehmen findet, das auf seiner Webseite umfassender und leichter verständlich informiert als wir, darf er uns den Link gern schicken. Wir sind echt neugierig.
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